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Vom "Urwald" ins Multimedia-Zeitalter
Rolf Keßling gibt OSAB-Leitung ab
Von Guido Neidinger. Lörrach. Die Bilanz ist beeindruckend: 130 000 Schüler des
Hans-Thoma- und des Hebelgymnasiums haben die
Oberstufenarbeitsbücherei - kurz OSAB - seit 1978 besucht.
Inzwischen ist die frühere Bücherei zu einer Multi-Mediathek
geworden mit zehn Computern am Internet und drei weiteren
PC. Der Buchbestand beläuft sich auf 5 360 Bände.
Vater dieser einzigartigen Einrichtung ist Rolf Keßling. Er hat
sie gegründet und war seither ihr treibender Motor. Auch den
OSAB-Förderverein hob Keßling 1991 aus der Taufe und wurde
dessen Vorsitzender. Am Dienstag, den 15.11.2005 gab Rolf
Keßling in der Generalversammlung des Fördervereins den
Führungsstab nach 27 Jahren an seine HTG-Kollegin Barbara
Horn weiter. Mit Keßling verließ auch dessen langjähriger Mitstreiter
Günter Brehm den OSAB-Vorstand.
Das neue Führungsteam bilden neben Barbara Horn Hubert
Schindler (Lehrer am Hebelgymnasium) als Stellvertreter und
Gerhard Holetzke, bisher schon Beisitzer.
"Die OSAB ist eine Einrichtung, um die uns viele beneiden",
machte HTG-Schulleiter Hubert Bernnat deutlich. "Hartnäckig
und beharrlich" habe Rolf Keßling seine Idee einer Arbeitsbücherei
für die Oberstufenschüler beider Gymnasien verfolgt, verwirklicht
und die Einrichtung ausgebaut. Bernnat erinnerte an die Anfänge,
als die OSAB sich neben einem Raum befand, der "Urwald" genannt
wurde und später dazu kam.
"Das gute Funktionieren der Oberstufe ist auch der OSAB zu
verdanken", rückte Bernnat die Bedeutung dieser Einrichtung ins
rechte Licht.
In einer bebilderten Rückschau dankte Rolf Keßling allen Mitstreitern
und verhehlte nicht, dass die OSAB anfangs "mehrmals auf der Kippe
stand". Heute ist sie aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken. Die
Zahl der Oberstufenschüler, die sie nutzen, nimmt ständig zu. Dass sie der
Beengtheit der ersten Jahre entwachsen konnte, ist laut Keßling vor allem
zwei wegweisenden Ereignissen zu verdanken. Zum einen ist dies die
Gründung des Fördervereins im Jahr 1991, wodurch die OSAB einen
kräftigen Schub bekam. Zum anderen sorgte anderen sorgte Architekt
Peter Külby, der sich dem HTG sehr verbunden fühlt, für eine Ausweitung
durch den Ausbau von zwei weiteren ungenutzten Kellerräumen. Neben
einem dritten Arbeitsraum entstand unter der Regie von Peter Külby und der
Mitwirkung heimischer Handwerker auch ein Schülercafé.
Die OSAB ist montags bis freitags von zehn bis vierzehn Uhr geöffnet. Die
Zahl der Nutzer wächst stetig. Allein im vergangenen Monat kamen 1973
Schüler gegenüber 1700 im Oktober 2004.
Auch die HTG-Elternbeiratsvorsitzende Barbara Diel bedankte sich bei
Rolf Keßling für dessen unermüdliches Engagement. Dieser konnte eine
auf sicherem finanziellen und personellen Fundament stehende OSAB
übergeben. Als kleines Dankeschön spielte ihm Kollege Hanspeter Schmitz
mit seiner Jazz-AG ein Ständchen.
Oberbadisches Volksblatt vom 17.11.2005
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